Behalten Sie Brexit und Trumpf im Auge — Aber ignorieren Sie China auf eigene Gefahr.

Behalten Sie Brexit und Trumpf im Auge — Aber ignorieren Sie China auf eigene Gefahr.

Politische und wirtschaftliche Einflüsse treiben die Kapitalmärkte und damit die Renditen der Anleger an.

Die Märkte folgen – als Ergebnis und wenig überraschend – eifrig jeder Wendung der politischen Landschaft der USA und dem Beginn der britischen Scheidungsverfahren von der Europäischen Union. Diese Besessenheit ist völlig verständlich: Die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und die EU sind drei der größten und einflussreichsten Volkswirtschaften der Welt, und was in diesen Regionen geschieht – insbesondere Trumps angebliche Beziehungen zu Russland, und Großbritannien und die EU, die zwei Jahre lang Brexit-Verhandlungen aufnehmen – könnten letztendlich weitreichende und wirkungsvolle Folgen für die Märkte haben.

In den letzten Wochen und Monaten haben wir gesehen, wie sich das Vertrauen der Anleger bei solchen geopolitischen Faktoren verändert. Nachdem der VIX-Index (manchmal auch als „Angstmaß“ bezeichnet) der impliziten Volatilität des S&P 500 am 8. Mai ein 23-Jahres-Tief von 9,77 erreicht hatte, stieg er in den folgenden 10 Tagen deutlich auf über 15 an, als Reaktion auf die jüngste Wendung in der Untersuchung der Beziehungen von Trump zu Russland und in geringerem Maße auf Korruptionsvorwürfe gegen Brasiliens Präsidenten Temer. Es fiel dann zurück und verbrachte den Juni zwischen dem 11. und 10. Juni, vielleicht weil die Investoren der Meinung waren, dass eine Amtsenthebung des Präsidenten die US-Unternehmenserträge schließlich nicht sehr stark beeinflussen könnte.

Obwohl geopolitische Auslöser uns zwar noch viele weitere solcher Spikes bescheren können, ist es schwierig zu erkennen, dass sie anhaltend sind (d.h. eine hohe Marktunsicherheit, die über einen längeren Zeitraum andauert). Einfach ausgedrückt, werden breitere Faktoren, die die Aktienmärkte antreiben, voraussichtlich positiv bleiben und somit die meisten geopolitischen Sorgen überwiegen, sobald der erste Schock eingepreist ist. Zu diesen positiven Faktoren gehören vor allem das US-amerikanische und globale Unternehmensgewinnwachstum (derzeit recht stark) und die Wahrscheinlichkeit, dass die globale Geldpolitik auf absehbare Zeit weltweit locker bleibt.

Ein möglicher Auslöser für einen Anstieg des VIX, der anhaltend sein könnte – und Chaos auf den globalen Kapitalmärkten schaffen könnte – ist ein möglicher Rückgang des chinesischen Kreditgeschmacks.

Der chinesische Kredit hat dazu beigetragen, das globale Wirtschaftswachstum zu stützen, seit das Land seinen enormen Aufschwung im Jahr 2012 begonnen hat. Chinas Investitionen in Immobilien- und Infrastrukturprojekte setzen auch ein Schutzpolster vor Schwellenländern und Rohstoffpreisen.

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